Safaga im April 2008 (Abtauchen im Roten Meer)

Tourdaten:

13 Tauchgänge

30 Meter Maximaltiefe

 

Start / Ziel

Von Düsseldorf per Flieger nach Hurghada und mit dem Bus nach Safaga

 

Tauchplätze

Tobia (Sandy) Island

Tobi Arba

Ras Abu Soma

Tobia kebir

El Tor Wa El Arish

Gamul Soraya

Salem Express

Abu Kafan

Shaab Quais

Middle Reef

Tobia Hamra

 

Sonstige Touren

Berge von Safaga (Eastern Desert)

Bilder

http://diving.feuerwelt.de

 

Resümee

Wenn auch das Leben ein ständiger Fluß an Freud und Leid ist, so sind zumindestens die Urlaube mit meiner Tauchtruppe von Jürgen mir immer eine Freud. Das Leid muß(te) sich hier ganz hinten an stellen und sich gedulden 😉 .

Wie schon vor zwei Jahren ging es auch diesmal wieder nach Ägypten nach Safaga und vielen bekannten und unbekanten Gesichtern aus Jürgens Tauchschule . Safaga, eigentlich einer der ältesten Hafen des Roten Meeres, ist schon seit Jahren touristisch erschlossen. Nicht nur das Rote Meer bietet hier ein Fülle von erstaunlichen (Unterwasser-)Welten sondern auch landschaftlich finde ich die Berge im Schatten des Meeres eine vollkommende Abwechslung. Vor allem am letzten Tag wenn Tauchen ausgeschlossen ist, dazu aber später mehr, kann man das Land in vollen Zügen genießen. Wie vor zwei Jahren ist die Tauchbasis von Christa und Laurenz (Mena Dive) Ziel und Wunsch. Hier ist und das ist meine Meinung als Laie, alles nahezu perfekt organisiert. Selbst wenn mal jemand dabei ist der nicht taucht, wie in diesem Fall mit Angela, ist es keine Frage und die Person darf mit aufs Boot und den Wonnen des Roten Meeres und die der Crew der Schiffe beizuwohnen. Dies ist übrigens ein Tipp von mir, denn das Essen an Bord kann ich mehr als  empfehlen. Es ist eine einheimische Auswahl an Köstlichkeiten, die man so in den Hotels vergebendes sucht. Die Crews, alle super nett und hilfsbereit, erfüllen einen fast jeden Gefallen. Ganz egal ob es nun verlorene Tauchanzüge aus dem Wasser zu bergen gilt oder ob man wilden Walen oder Delfinen folgen möchte (ich glaube sie hatten mindestens genauso viel Spass dabei). Das Erstaunliche an dieser Tour in die Sonne und ins Meer ist, dass selbst robuste Hebammen, Schlosser oder IT-ler am Abend alle ein Bier völlig zufrieden und glücklich miteinander trinken können ohne das sie weltliche Problem tangieren. Ob nun Müller oder Meier in diesen Urlaub sind und waren alle gleich und schon deswegen wird einem dieser Ruhepunkt im Jahr 2008, und vor allem mir, unvergesslich bleiben!

 

Anreise:

Auf jeder Reise muß es einE Person geben die ein Großteil des Pechs auf sich zieht. Nun haben wir dies verstanden und wie schon im vergangen Jahr in Spanien, nur aus diesem Grund unseren 10-bar Heiti mitgenommen. Prompt hatte den Hinflug ein Gepäckstück jenen nicht heil überstanden, denn an Heiti’s Koffer fehlte ein Rad. Puh , hatten wir anderen ein Glück und Heiti dir Dank das du mitgekommen bist ! 😉

Weiter ging die Tour dann zügig mit dem Bus ins Hotel, welches gute eine Stunde entfernt ist. Jedoch eine kleine Ausnahme gab es da doch, denn unser Jürgen hatte mir und Angela zuliebe einen anderen Reiseveranstalter genommen und musste, bzw. durfte sich daher in aller Ruhe die Hotellanlagen Südlich von Hurghada in einem 2 stündigen Tour anschauen ! Dafür bin ich ihm noch was schuldig…. 😉

Ach ja wer gedacht hätte, dass wäre schon alles von Tag Null, der irrt .. eine riesige Kakerlake versüßte uns den Bettgang .. Aber in diesen Breiten ist dies wohl Alltag und man muß sich daran gewöhnen. Also hier eine Gedenksekunde an Charles, der am zweiten Tag einfach spurlos verschwand ! Ob der Zimmerjunge was damit zu tun hatte wird wohl für immer unaufgeklärt bleiben !!

Tag 1.

Frisch gestärkt durch ein ordentliches Frühstück, nachdem die Sachen an der Basis schön zusammengepackt und durch die freundliche Hilfe des Personals vor Ort aufs Boot geschafft wurden, geht es am Morgen auf die Boote. Nur beim letzten Meter wird noch mal tatkräftig unterstützt, bevor es heißt „volle Kraft voraus“. Der erste Tauchgang, ein Check TG(TauchGang) wurde vorbildlich von der Basis durchgeführt und danach ging es, sozusagen bestanden, mit Rainer und Bernd unserem Foto Jünger in die Tiefen. Einen riesigen Napoleon von sagenhaften 1.5 – 1.8 Meter macht schon diesen ersten TG zu etwas besonderen. Auch beim zweiten TG macht Bernd eines meiner Lieblingsbilder, das von einer Qualle im Freiwasser. Für Aufregung sorgte dann auf der Rücktour, wieder mal unser Jürgen , dessen Anzug (nagelneu) sich selbständig machte und ohne die wachsamen Augen der Crew wohl verloren gewesen wäre! Ach Jürgen war schön dich damit aufzuziehen ! 😉 Es folgte ein schöner Abend mit tollem Mond, der jene Gedanken so weit tragen lässt, dass es nur schwer ist wieder von dort zurück zu finden ! Mit Shisha und einem Dekobier war ein Träumen von den uns bevorstehenden Tagen schon fast in der Bar einher gegangen.. ich will damit sagen ich bin völlig weg genickt 😉

Tag 2.

Auch Tag Zwei beindruckte mit Überwassererfahrungen und Unterwassereindrücken. Unsere Neulinge hatten hier die Gelegenheit Ihre Nitroxprüfung abzulegen und dann mit uns das Quäntchen mehr Sauerstoff zu genießen ! Eine sagenhafte Moräne mit spitzen Zähnen und noch eine wunderschöne freischwimmende Schildkröte waren die Highlights des ersten Tauchganges. Hier weiß dann auch jeder Taucher warum er hier ist .. eine Unterwasserwelt so dicht an Europa sucht ihres gleichen. Man kommt aus dem Staunen und vor allem den einhergehenden Erholen von Stress in Arbeit und Sonstwo nicht mehr raus. Ein sich sagenhaft gute tarnender Oktopus, Bernd und Rainer hätten ihn fast nicht gesehen 😉 , rundet den zweiten Tauchgang ab lässt uns müde aber glücklich heimshippern.

Am Abend folgte dann noch unser erster Besuch bei Uwe (ich glaub er heißt anders) und seinem Shop vor dem Mena Ville. Hier haben wir schon vor zwei Jahren unsere, und das ist mein Ernst, qualitativ hochwertigen T-Shirts bestellt. Ein Tee und ein paar Geschichten inklusive Feilscherei um den Besten Preis gehören hier  natürlich dazu!

 

Tag 3.

Hier muß ich mal Zitieren .. Heiti hat´s so treffen beschrieben ! „Ein noch selten betauchter Frachter „„ der vor kürzerer Zeit dort entdeckt wurde. Einfach zu finden, nur an der einzigen Leine auf ca. 15m abtauchen dann sieht man Ihn. Hmm 25 m und kein Wrack und Jürgen zieht das Seil mitsamt Wrack hoch? War wohl doch nicht die einzige Leine. Ein paar Meter weiter wurde das Wrack dann gesehen, nur war Jürgen nicht der es entdeckt hat. (Wie im Rudel waren wir alle hinterher, Jürgen ist halt der Boss –  Anmerkung Frank) Also alles wieder hoch auf 10 m und dann die 2.te Leine abwärts. Beim Wrack selber war schlechte Sicht und zumindest ich musste mir mit viel Phantasie vorstellen was wo war. „ Aber gerade die Phantasie macht aus dem Wrack doch einen schaurigen unheimlich spannenden Ort und ich folgte Jürgen auch durch enge Gassen welches meinem luftverbrauch nicht unbedingt zu Gute kam.

Der zweite Tauchgang hatte es dann für uns alle in sich. Ein Highlight dieser Tour ist unbestritten der Ammenhai ähnliche Hai und der riesige Adlerrochen die uns begegneten. Auch hier zitiere ich gerne wieder unser 10-bar Heiti „Ein eher unspektakulärer Tauchplatz der es in sich hatte. Anfangs sah ich meinen ersten Adlerrochen und hampelte wie bekloppt rum um auf mich aufmerksam zu machen. Leider hat der Rest ihn nur noch schemenhaft verschwinden sehen. Als dann eine Gruppe Taucher auf uns zu kam und einer sich die Hand senkrecht vor die Stirn hielt haben mache das für einen Scherz gehalten oder wie ich gar nicht mitbekommen. Doch nach mehrmaligem Zeigen hab auch ich ihn dann gesehen. Einen schlafenden ca. 3 m großen Ammenhai in einer Vertiefung im Fels. „

Auch der dritte Tauchgang war an dem Tauch-Spot des Haies und lies uns schon ein wenig mulmig werden. Ein vorangegangener wundervoller Sonnenuntergang ließ aber eigentlich kein Unmut aufkommen. Wenn die Berge vor der glühenden Sonne und ihrem riesigen hellem Schein zu brennen scheinen, dann ist auch dies ein Highlight und sollte um alles in der Welt nicht verpasst werden. Der Nachttauchgang schließt dann diesen 3 Tag vollkommen ab und zeigt uns die Unterwasserwelt in einem ganz anderem Licht. Wer glaubt hier weniger Farben zu sehen der irrt gewaltig!

 

Tag 4.

Dieser Tag begann in aller Frühe mit einem tollen Sonnenaufgang dem man sich gerade beim „Early Morning Dive“ ruhig anschauen sollte. Hier geht dies Sonne direkt über den Wasser auf und so fuhren wir mit dem Boot in die aufgehende Sonne und zu einem der bekanntesten Tauchplätze von Safaga. Die Salam Express ist ein 110 m langes Fährschiff welches mit Mann und Maus unterging. Hier spielen vor allem die Gefühle unter Wasser mit dem Taucher, wenn man persönliche Gegenstände sieht oder sich in der Vorstellung verirrt wie dieses Unglück einst geschah und wie viele Menschen hier ihr Leben ließen. Auf der anderen Seite hat das Meer dieses Schiff schon erobert und es gibt vieles zu sehen. Die Atmosphäre tut ihr übriges dazu. Leider vermießte uns das nebenstehende Schiff ein wenig das Gemüt, da sich der stark verbreitende Dieselgeruch des ständig laufenden Motors (eher ungewöhnlich) schnell durch Unwohlsein bemerkbar machte. Beim 2-ten Tauchgang wechselten wir die Stelle und vorbei war es mit der Störung und dem Genuß war nichts im Wege!

Auf dem Rückweg trafen wir dann Delfine , so dachten wir zuerst. Aus diesen Delphinen wurden dann aber 4 m lange, selten gesehene falsche Orkas die auch kleine Schwertwale heißen. Wieder ein Highlight was die Crew und wir auf deftigste beklatschten und uns der Dinge mit den uns folgenden Walen freuten.

 

Tag 5.

Selbst hart gesottene Hebammen schlagen nun hier die Eigenheiten der arabischen Kost auf den Magen und so bleibt wohl keine Sorte Mensch davon verschont, des Öfteren ein stilles Örtchen aufzusuchen. Während es mich schon zwei Tage vorher erwischt hat , trifft es nun auch andere und der Spott der mich traff, als ich ein paar Fische anlockte, kann nun endlich zurück gegeben werden! 😉 Auch hier gilt immer noch ,sich ausreichend mit entsprechen Mitteln vor der Fahrt einzudecken. Dies läßt dann auch keine weitere Traurigkeit aufkommen, da mit ein bischen Medizin alles schnell in Griff gebracht werden kann. Ein Strömungs-Tauchgang bei dem wir mit Jürgen teilweise ganz schön aus der Puste kamen und ein Besuch in den Käsefelsen machten auch diesen Tag wieder zu etwas besonderen. Die Käsefelsen sind wie Leerdammer völlig durchlöchert und so findet man als Taucher einige Stellen und Höhlen in denen es Sonderbares (Schnecken on mas) und Wundervolles zu entdecken gilt.

Leider mußten wir auch hier wieder weg und um so schöner war es als das wir diesmal auf dem Heimweg ein richtige Schule an Delfinen sahen. Die Aufregung war groß und die Delfine hielten es so lange bei uns aus, dass auch noch eine Schnorcheltour in allernächster Nähe bei Ihnen drin war.

 

Tag 6.

Nachdem wir unter Wasser gesammelt hatte wurde die obligatorische Jürgens Tauchschule Pyramide abgelichtet und der Urlaub mit einem letzten gemütlichen Tauchgang inklusive Moräne, leider leider tauchtechnisch  beendet. Auch an Deck wurden jetzt noch Bilder geschossen, die eine wirklich tolle Truppe in dieses Urlaubes zeigen.

Heiti hatte schon auf dem Hinflug die Idee am letzten Tag eine Tour mit Quad durch die Wüste zu machen, welche wir danken aufnahmen und erfolgreich umsetzten. Wieder einmal Heiti zitiert „In der Pause wurde noch Brot gereicht und Tee getrunken. Mann konnte auch auf Kamelen reiten. Wobei man sich, gerade wenn das Tier aufsteht, sehr gut festhalten sollte. Eine sehr empfehlenswerte Sache die nur 20 € p.P. gekostet hat und mit Pause und Anfahrt ca. 3 Std dauerte .Nur Wasser sollte man sich noch mitnehmen (Verleih schräg gegenüber Hotel Lotus Bay, Webadresse hat Jürgen).“ Ein furchtbar spaßiges und spannendes Erlebnis, einhergehend mit den tollen Bergen in der untergehenden Sonne ein würdiger Abschluss.

So ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen und so sage ich danke für eure Aufmerksamkei.

Euer Frank aka G.

 

weitere Bilder sind zu finden auf

http://safaga2008.feuerwelt.de

Jürgens Forum

http://www.juergens-tauchschule.de/wbb2/

Schreibe einen Kommentar

Close Menu